Reisen und Mee(h)r...
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Australien 2012 - Ein Traum wird wahr...

Reisebericht von Ulrike Tafreshian

 

18. Februar 2012

Ein Traum wird wahr! 6 Wochen Australien! Winter ade!

Oberleitungen bei der Bahn in Brand, Fluglotsenstreik, Defekt an der Maschine…dennoch mit 2 Stunden Verspätung geht’s los. Bis Hongkong fliege ich mit einer Freundin meiner Tochter, danach fliege ich allein weiter nach Perth, sie fliegt nach Sydney. Verlassen fühle ich mich nun doch in diesem eiskalten Flieger, der mich in eine unbekannte Stadt bringen wird, von der mir alle erzählen wie langweilig sie sei.

Kurz vor Mitternacht bringt mich das Taxi dann zu YMCA, in dem ich mir ein Einzelzimmer gebucht habe.

Es ist noch etwa 30°C warm um diese Zeit. Später wache ich von lautem Geschrei auf dem Stockwerk auf, ich bin entsetzt. Erst einige Tage danach stelle ich fest, dass dies der ganz normale Umgangston unter den Aborigines ist. Sehr angenehm fand ich die Tatsache, dass die meisten Zimmer auf diesem Stockwerk dauerbewohnt sind und nur wenige Touristen sich dazwischen mischen. Eben außerhalb des üblichen Touristenstroms zu sein.

Ich erkunde die nächsten Tage die Stadt, entdecke den Belltower, den Bahnhof, den grandiosen Kings Park mit der Glasbrücke und der Wiese am See, neben dem eine Bühne aufgebaut ist, auf der abends oft Kino oder auch Musikprogramm geboten wird. Wem der Eintrittspreis zu teuer ist, der bringt eine Decke und das unvermeidliche Picknick mit und begnügt sich damit zuzuhören.

Der Blick vom Park aus geht über den Swanriver zur Innenstadtkulisse. Die andere Alternative für den Abend ist Northbridge, das In-Viertel, das neben einem gemütlichen Platz mit Großbildschirm zwischen den Museen, noch viel Nightlife mit Bars, Restaurants und Pubs bietet.

Wer nicht alles erlaufen mag, der nimmt die kostenlosen CAT-Busse, die in der Innenstadt fahren oder kauft sich ein Tagesticket für 9,30$. Damit kann man jeden Zug oder Bus nehmen und deckt einen Radius von ca. 80 km ab.

Ich nehme den Zug nach Cottlesloe, einem der Strände von Perth. Dort angekommen, sehe ich alle am Strand, außerhalb des Wassers stehen…Haialarm. Super. Aber nach 1 Stunde Strandspaziergang wird der Alarm aufgehoben und alle rennen ins Meer, ich auch.

Australier nehmen Gefahrenmeldungen ernst, gehen aber ansonsten mit der ständig lauernden Gefahr sehr locker um. Im Bus am Uluru einige Wochen später wird ein Song gespielt, der dies ganz gut widerspiegelt: deadly animals - Come to Australia (YouTube).

Auch als Tourist sollte man genau Bescheid wissen über die tödlichen und schmerzhaften Gefahren in Flora und Fauna (Spinnen, Quallen, Krokodile, Muscheln, Haie, Schlangen, um die wichtigsten zu nennen), nur so kann man sich richtig benehmen und überleben. Dennoch, die häufigste Todesursache ist das Einschlafen hinterm Steuer.

Getroffen habe ich außer der harmlos wirkenden, aber tödlichen, Rotrückenspinne keine der Gefahren.

 

Von den Vororten Perth´s hat mir Freemantle besonders gut gefallen. Eine alte Hafenstadt, in der sich die Hippieszene niedergelassen hat, was noch deutlich spürbar ist. Hier gibt es auch noch ältere Häuser mit hübschen Holzbalkonen und auch der Markt, der Freitag bis Sonntag geöffnet hat, ist in einem alten Gebäude untergebracht. Hier findet man frisches Obst und Gemüse, Souvenirs, chinesische und andere Massagen, Biokaffee und leckere Smoothies. Zudem internationale Snacks und essbares Brot zu normalem Preis!!! Eine absolute Rarität in Down Under. Üblich ist weißes Knautschbrot, eben englisches Toastbrot.

Auch begeistert hat mich die kleine Pinguininsel vor Rockingham. Dort kann man wunderschöne Felsformationen sehen und kleine Strände zum Schnorcheln oder Plantschen. Es gibt 2 Brutplätze für Pelikane und wenn man Glück hat, dann sieht man die kleinen Pinguine, die der Insel den Namen gaben. Ansonsten kann man sie bei den Vorführungen bewundern. Ich blieb am Strand sitzen und freute mich am Blick aufs Meer, als plötzlich ein Seelöwe angeschwommen kam und sich einige Meter neben mir in den Sand legte – ein unbeschreibliches Gefühl, ein wildes Tier in seiner natürlichen Umgebung erleben zu dürfen!

 

 

25.2.2012

Ich habe mich zu einem Bustrip in den Süden Australiens angemeldet. Wir sind zunächst 18, später 13 Teilnehmer und werden in den nächsten 5 Tagen sehr früh aufstehen, 1900km hinter uns bringen und über Busselton, Margret River, Augusta, Albany, Esperence zu vielen schönen Sehenswürdigkeiten fahren. Wir werden eine Tropfsteinhöhle besuchen, den tree-top-walk gehen, den Mt Clarence und Frenchmans Peak und vielleicht den Bicentennial tree besteigen, Wave Rock, Bussleton Jetty, Valley oft he Giants, the Gap, the birdge, elephant rocks (Steinformationen), Cape le Grand Nationalpark sehen, Weine testen und an wunderschönen Stränden mit weissem Siliziumsand schwimmen.

Wir übernachten in Jugendherbergen, transportieren unser eigenes Geschirr und Essen, das wir täglich vom Bus in die Herberge oder zum Grillplatz tragen, kochen, spülen und wieder zurücktragen.

 

Wir sind eine nette Gruppe zwischen 30 und 57 Jahren. Bestehend aus Engländern, Schotten, Koreanern, einem Australier, einer Chinesin, einer Französin, einer Amerikanerin, Schweizern und Deutschen. Nur die Koreaner sind Mutter und Tochter, ansonsten reisen alle allein. So kommen wir sehr bald ins Gespräch miteinander und haben viel Spaß und auch gute Gespräche zusammen.

 

Nach 5 Tagen kehren wir wieder nach Perth zurück mit neuen Adressen in unseren Büchern.

 

 

4.3.2012

Flug nach Sydney mit Quantas. Es ist auffallend viel Platz und die Stewardessen sind sehr aufmerksam und zuvorkommend.

In Sydney werde ich unsere Tochter und ihre Freundin treffen! Bis wir in der Jugendherberge Bondibeach ankommen, hat es begonnen zu regnen und wir sind klitschnass.

Aber unser Zimmer in der Jugendherberge bietet uns einen Blick über die Küste Sydneys bis zum Tamarama Strand! Wir sind begeistert.

Fast täglich gehen wir an einen der Strände zum Schwimmen oder wandern den Küstenweg entlang. Dazwischen werden wir von Freunden abgeholt und schauen uns gemeinsam die pulsierende Innenstadt mit den Rocks (dem alten Stadtviertel), der Harbour Bridge, dem Opernhaus, Darling Harbour, dem Chinese Garden , dem Botanischen Garten und den Einkaufszentren an. Wir unternehmen auch einen Ausflug in die Blue Mountains, besuchen an einem Regentag das Nationalmuseum (sehr beeindruckend sind die Fotoausstellung der Naturbilder, die Ausstellung über die Indiges und die Abteilung: „How to survive Australia“) und fahren am letzten Tag zur Watson Bay um die grandiose Aussicht auf die Stadt am Meer zu bewundern und fantastischen Fisch zu essen.

 

13.3.2012

Weiterflug zum Ayersrock-Flughafen. Wir schaffen es gerade noch unseren Flieger zu erreichen, da in der Stadt das totale Verkehrschaos herrscht. Wir landen auf dem kleinen Flughafen und fahren mit einem der Shuttlebusse nach Yulara. Dieses Resort wurde vor rund 25 Jahren in 17 km Entfernung zum Uluru gebaut um die Touristenströme unterzubringen.

Es gibt hier von der Jugendherberge bis zum Nobelhotel alles. Die Resorts und Campingplätze liegen außen an einer Kreisstraße, verbunden durch den ständig pendelnden Shuttlebus. Wir bewohnen im Outback-Pioneer Hotel und Resort ein 3-er-Zimmer. Die Küche, Restaurants, Grills, Bar, Internetcafe und Pool sind zentral, wenige Schritte entfernt ist eine kleine Sanddüne aufgeworfen, von hier aus hat man einen wunderbaren Blick zum Uluru und zu den Kata Tjuta.

 

Gleich am Nachmittag holt uns der Bus ab und wir fahren zum Uluru, besuchen unterwegs das Kulturzentrum der Aborigines und wandern um den beeindruckenden Monolithen. Es ist heiß im strahlenden Sonnenschein. Da viele im Bus doch schon älteren Semesters sind, bleibt ein Großteil davon doch meist im Schatten. Abends fahren wir zum Parkplatz um den spektakulären Sonnenuntergang zu bewundern, wo uns schon viele Reisebusse und noch mehr Touristen erwarten. Ebenso erwartet uns der gekühlte Sekt und die leckeren Häppchen. Hier kommen wir ein wenig ins Gespräch und stellen fest, dass es ein nettes Grüppchen ist, das am nächsten Tag noch zusammen den Sonnenaufgang bewundern und dann noch 3 Tage bis Alice Springs weiterfahren wird.

Wir erkunden am nächsten Tag das Outback ein wenig auf eigene Faust. Die Landschaft beeindruckt durch den Farbkontrast: rote Erde, gelbes Spinifexgras, grünes Buschwerk und blauer Himmel und auch die unglaubliche Weite wirkt sehr faszinierend. Bei einem Spaziergang durchs Outback laufen wir lange auf roter Schotterpiste, bis wir die Kamelfarm entdecken und ganz aus dem Häuschen sind vor Begeisterung, besonders als wir die zwei 8 Monate alten Kamelkinder streicheln dürfen. Wie groß war erst unsere Überraschung, als wir feststellen mussten, dass wir einen Halbkreis liefen und in der Nähe unseres Resorts gelandet sind! Später haben wir dann noch mitten im Nirgendwo eine gespenstische Szene entdeckt: verlassene Esstische, Stühle, weggewehte weiße Stofftischdecken, eine leere Bar und überall dazwischen Spuren von Schlangen, Echsen, Vögeln,…

Wir sind bei der Kulisse des „silent dinner“. Ein angebotenes Event für Erlebnishungrige.

Ebenso seltsam muten uns die Hasen an, die auf dem Gras neben dem Pool hoppeln, als wir abends dort ein Bad nehmen.

Am nächsten Morgen erleben wir den Sonnenaufgang am Uluru und fahren dann weiter zu den Kata Tjuta, wo wir einen schönen Wanderweg zwischen den Felsen durchgehen.

Es ist unbeschreiblich schön im Outback, selbst noch als es später zu regnen beginnt. Wir erleben die atemberaubende Landschaft bei Sonnenschein, mit grandiosen Wolkenformationen und regenverhangen. Das Resort ist weitläufig angelegt und passt sich der Landschaft gut an, wir genießen die Zeit hier im Roten Zentrum.

 

16.3.2012

Mit dem Bus geht es wieder zum Flughafen und von hier mit Quantas nach Cairns.

Die Stadt empfängt uns mit Regen. Das wird unser Eindruck von Cairns bleiben für die nächsten Tage: grau und immer wieder heftige, tropische Regenschauer. Wir werden jeden Tag mehrmals nass ( oh, you might get wet!). Regenjacken halten nicht durch oder man schwitzt darin( es hat mindestens 30°C), Schuhe weichen auf oder bleiben im Wasser stecken auch Regenschirme sind nicht lange hilfreich. Also kurze Hosen, dunkles Shirt und alles in der Handtasche in Plastik verpackt.

Trotzdem haben wir hier am meisten Spaß.

Auch Cairns ist eine junge Stadt, daher verwundert es nicht, dass es statt eines Stadtzentrums ein Zentrum für Touristen gibt: Hotels, Hostels, Reisebüros, Restaurants, Pubs, Motels. Die ganze Stadt (sie hat ca. 150 000 Einwohner) erstreckt sich auf über 50km Länge an der Küste entlang, umsäumt von Regenwaldhügeln.

Als ich am nächsten Morgen – natürlich im Regen – zum Meer laufe, bin ich so richtig enttäuscht. Eine graubraune Schlammlandschaft erstreckt sich vor der Stadt, zu allem Überfluss warnt auch noch ein Schild vor Krokodilen!

Um diese Tatsache ein wenig abzumildern wurde vor 10 Jahren eine Wasserlagune am Strand gebaut, die sehr schön ist, aber doch an ein Freibad erinnert. Wir werden Tage später Palm Cave, einen der Strände im Norden der Stadt besuchen, wirklich ein traumhafter Strand, leider ist es auch hier vor Juni nicht möglich zu baden, da es hier ebenfalls Krokodile und tödlich-giftige Quallen gibt.

Aber wir haben ja noch den Regenwald! Blue line heißt das Zauberwort. Wir entdecken auf dem Stadtplan nahe des Salzwasser- und Süßwassersees den Botanischen Garten und daneben zwei Wanderwege, den roten kurzen Weg, an den man den blauen Weg anschliessen kann. Die Gesamtlänge wird mit 7 km und 4 Stunden! angegeben.

Nach ca 20 min Richtung Flughafen kommen wir auch tatsächlich zum Beginn der roten Strecke. Ein meist geteerter Weg führt uns bergan in den Regenwald. Es ist schön hier, ein kleines Känguru mit Baby im Bauch pflückt direkt neben dem Weg Blätter! Wenig weiter entdecken wir einen Aussichtspunkt und können von hier aus den Flugzeugen bei Start und Landung zusehen. Allerdings ist es sehr feucht und heiß und so attackieren uns die Moskitos sobald wir stehenbleiben, also weiter. Wir entdecken die Abzweigung zur blue line und marschieren weiter. Es geht bergauf und bergab, der Regenwald wird immer dichter, der Regen auch. Waren wir vorhin noch nassgeschwitzt, so sind wir jetzt durch und durch nass durch den heftigen Regen. Auf der ganzen Strecke kommen uns nur 4 Menschen entgegen! Wir waten durch frisch entstehende Wasserfälle und den tiefer werdenden Matsch, wir erreichen weitere Lookouts, doch wir sehen nur grauen Regen und den dadurch aufsteigenden Nebel.

Nach 3,5Stunden sind wir am Botanischen Garten angelangt, nass bis auf die Knochen, schlammbedeckt (vor allem ich, da ich 2 Stürze hingelegt habe im Matsch) und verstochen, aber glücklich.

Wir wollen den Rückweg abkürzen, wir gehen nicht gern 2 x denselben Weg, und gehen weiter durch den Regenwald zwischen den 2 Seen hindurch. Jetzt laufen wir auf Holzstegen durch sumpfiges, braunes Schlammgebiet, doch als der Steg plötzlich endet, müssen wir durch braunes Wasser, das den Weg unter sich begräbt hindurch. Mir ist mulmig und ich will umdrehen, schließlich sind wir hier in Queensland! Doch als wir wenden, kommt uns ein Jogger entgegen und meint, der Weg sei bloß leicht überschwemmt und führt uns wenige Meter hindurch und schon sind wir zurück an der Straße.

Tage später auf dem Weg zum Botanischen Garten komme ich von der anderen Seite an denselben Weg und treffe ein Schild: „Vorsicht, vor kurzem wurden hier Krokodile gesehen, nicht in oder ans Wasser gehen!!!“ Nun, noch mal Glück gehabt.

Wir verbringen die nächsten Tage in Kuranda, einem netten Touristenort in den Tablelands. Wir übernachten in einem Zimmer im Budgetwohnblock des Campingresorts mitten im Regenwald. Da wir mit „Johns Bus“ nach Kuranda fahren und dieser uns netterweise zum Resort fährt, das ziemlich außerhalb liegt, fragen wir, wie wir zur Stadt kommen. Die Antwort: „ Ach, nur 15 min, einfach durch den Regenwald, dann direkt an den Schienen entlang“. Er meint es wörtlich!

Wir laufen an den Kängurus vorbei, finden bald die Schienen und gehen darauf entlang, schließlich weiß ich noch aus meiner Kindheit, dass man Züge rechtzeitig hört und spürt. Außerdem sitzen unter der Autobahnbrücke einige Einheimische mitten auf den Gleisen. So laufen wir am Bahnhof ein. Auch hier treffen wir wieder ein Schild: Heute außer Betrieb wegen Überschwemmungen. Ansonsten fährt hier die Scenic Railway nur zweimal am Tag, um 14 und 15:30 Uhr, na also.

Wir finden das hübsche Städtchen mit Hippiemarkt, Touristenmarkt, Cafés, Restaurants und Eisständen. Leider schließen fast alle um 16 Uhr, wenn die letzte Seilbahn und der Zug abgefahren sind.

Also wieder zurück, eine Runde in den Pool und gemütlich kochen, lesen, spazieren. Als es dunkel wird leuchten Glühwürmchen.

Auch hier wandern wir wieder durch den Regenwald, aber es ist ein kurzer Weg und so gehen wir die Straße lang bis zu den Barron Falls, die heute mit ihren Wassermassen beeindrucken. Wir werden sie 4 Tage später wieder sehen mit nur noch halb so viel Wasser!

 

Zum Glück können wir John auch dieses Mal dazu überreden uns abzuholen und so fahren wir mit ihm nach Cairns zurück und erleben die Stadt nun in Sonnenschein. Sofort gehen wir zum Rustymarkt, dem hiesigen Wochenmarkt mit großem Obst- und Gemüseangebot. Wir probieren uns wieder durch und kaufen kiloweise Mangos, Avocados und Kürbis ein, herrlich.

Zudem trinken wir dort noch leckeren Capucchino aus der Region und hören der Gitarremusik zu.

 

25.03.2012

Heute führt uns eine Bustour zu verschiedenen Wasserfällen. Wir sind nur 5 Frauen im Bus und der Busfahrer. Er holt uns morgens früh ab, sein Chef hat irgendwo einen Klapptisch aufgestellt, kassiert das Geld ein und registriert alle. Dann klappt er sein „Büro“ zusammen, verfrachtet es im Auto und sein Arbeitstag ist beendet.

Wir fahren zunächst zum Bindabura Bough, einer gefährlichen Strömung, dann weiter zu den Josefine Falls. Hier gehen wir schwimmen und eine Natursteinrutsche im Wasserfall hinunterrutschen. Der Guide brät uns inzwischen Spiegelei und Speck.

Danach geht’s weiter zu den MillaMilla Falls, auch hier können wir bis hinter den Wasserfall schwimmen, danach schwimmen wir noch im Kratersee. Außerdem begegnen wir einem Kasuar und sehen den Curtain-Fig-Tree. Der Weg führt zwischen endlosen Zuckerrohrfeldern und Bananenplantagen hindurch, dazwischen Teeplantagen, Avocadobäume, Mangobäume, auch Drachenfruchtkakteen ranken sich an Bäumen hoch. Die Städtchen hier bewerben sich jährlich um die Vergabe des goldenen Gummistiefels für die Stadt mit dem meisten Niederschlag im Jahr!

 

26.05.2012

Für heute haben wir den Ausflug zum äußeren Great Barrier Reef gebucht, da erst ab abends Regen angesagt war. Wir wachen jedoch bei strömendem Regen auf und sind trotz Regenjacken mal wieder durchnässt bis wir auf dem Schiff ankommen. Wir bekommen unsere Schnorchelausrüstung, unterschreiben, dass wir auch da sind und setzen uns. Da alle nass sind, stört es auch keinen. Wir sind etwa 25-30 Passagiere als noch eine Gruppe von etwa 30 Chinesen das Boot stürmt und schon geht die Fahrt los.

Es regnet immer noch in Strömen und das Meer ist stürmisch, so kommt es, dass schon bald die ersten seekrank werden. Niemals haben wir eine solche Fahrt erlebt! Von den ca 60 Menschen an Bord sind etwa 50 seekrank! Nie haben wir so viele Kotztüten wandern sehen. Einen der Chinesen trifft es besonders hart. Er wird schon sehr bald an der frischen Luft vor den Mülleimer gesetzt und „stirbt“ lautstark. Der arme Kerl leidet die ganzen 2 Stunden, die wir brauchen um zur Fitzroy Island zu kommen - eigentlich eine halbstündige Fahrt.

Hier angekommen, verlassen die Chinesen schnell das Schiff, wir werden sie nicht mehr sehen! Vermutlich gibt es jetzt eine neue chinesische Siedlung auf der Insel, in ein Boot steigen sie alle wohl nicht mehr so schnell.

Auch wir beschließen nicht mehr weiterzufahren, da es nochmal 2 Stunden dauern würde und das Schnorcheln bei dem Wellengang auch kein Vergnügen wäre. Ein paar Taucher bestehen auf die Fahrt, doch auch sie sind bald wieder zurück, da der Seegang eine Weiterfahrt unmöglich macht. Also wird für uns ein Alternativprogramm auf die Beine gestellt.

Wir probieren schon mal das Schnorcheln vom Strand aus, die Taucher absolvieren ihren Einführtauchgang im Becken. Die Mädels dürfen auch mitmachen. Dann werden wir mit dem Glasbodenboot noch 20 min zum Reef gefahren und schnorcheln, bzw. tauchen hier fast 1 Stunde. Es ist herrlich, wir sehen bunte Korallen in allen möglichen Formationen, blaue Seesterne und dazwischen Fische in allen Farben.

Nach dem Mittagessen in der Personalkantine ist dann der 2. Durchgang vom Strand aus geplant. Hier entdecken wir wieder bunte Korallen, dazwischen allerdings auch tote Korallenfelder. Dafür werden wir hier von einer großen Anzahl bunter Fische (auch Nemo ist dabei!) und einer großen Wasserschildkröte versöhnt.

Dann geht es wieder zurück, da es inzwischen kaum noch regnet, geht die Rückfahrt sehr schnell und es gibt Tee und Kuchen. Alle aus der Gruppe haben den Tag trotz allem genossen, wir hatten zusammen sehr viel Spaß. Es war nicht die gebuchte Tour aber dafür ein Abenteuer der besonderen Art – und hey, wir haben definitiv einen Grund wiederzukommen!

 

27.3.2012

Raften

Wir hatten uns für die ganztägige White Water Rafting Tour auf dem Tully River entschieden.

Nachdem unser Rafting-Trip in der Woche zuvor wegen Überflutung der Straßen um Cairns herum gecancelt wurde, holte uns diesmal der Bus Pünktlich um 6.30 Uhr vor unserem Hostel ab.

In Cairns konnten wir uns dann noch im Büro von Tropic Thunder Adventures Wasserfeste Sandalen (für 4$) oder ein Lycra Shirt (6$) ausleihen, wir entschieden uns jedoch trotz des etwas kühlen Wetters dagegen, man kann ja mal auf Sonnenschein hoffen, auch in Queensland…

Nach einer ca. eineinhalbstündigen Fahrt zum Mission Beach hatten wir noch kurz Zeit zum Frühstücken und fuhren dann zum Fluss um dort unsere jeweiligen Guides kennen zu lernen und um auf die 6 Schlauchboote verteilt zu werden. Unser Guide - etwas älter , Dreadlocks, mit ein paar Zähnen und einem halben Finger weniger – erklärte uns was wir in den nächsten Stunden zu tun hätten, d.h. wie wir auf Aufforderungen wie „Hold on“, „Get in“ oder ähnliches zu reagieren hätten.

Und dann ging es los, über den Double Waterfall zum Staircase, dem Castle Rock, den Doors of Deception und noch einigen anderen Punkten bei denen wir teilweise durchnässt, durchgerüttelt oder aus dem Boot geworfen wurden. An manchen Stellen konnten wir auch aus dem Boot springen und ein Stückchen entlang des Flusses schwimmen, wobei wir inständig hofften, dass die Andeutung unseres Guides, dass die Krokodile im Fluss sich liebend gern auf Deutsche stürzten eher als Scherz einzuschätzen war. Wie auch immer, wir hatten Glück und gelangten sicher zu unserem Lunch-Point, an dem wir unser typisch Australisches BBQ Menü, frisch gegrillte Burger und Würstchen, aßen. Nach dem Mittagessen ging es etwas ruhiger weiter, wir bekamen die Gelegenheit die schöne Regenwaldvegetation zu bewundern und uns ein wenig zu unterhalten bis es mit Double „D“ Cup, Sharks Tooth und dem Mine Field weiterging. Zudem durfte wer wollte noch auf einen 4 Meter hohen Felsen steigen und von dort ins Wasser springen.

Nach ca. 5 Stunden auf dem Fluss und wechselndem Wetter kamen wir an unserem Ziel an, wo auch schon unser Bus, der, mit Notausrüstung im Kofferraum, die gesamte Zeit parallel zu uns an der Straße mitgefahren war, auf uns wartete. Zum Schluss konnte man sich für etwas überteuerte 80$ die Fotos kaufen und in der Raftingbar ein Bier trinken und dann ging es wieder zurück nach Cairns, wo wir am späten Nachmittag eintrafen.

Auch wenn das gesamte White Water Rafting nicht ganz so beängstigend und spannungsgeladen war, wie wir es erwartet und erhofft hatten, ist es trotzdem auf jeden Fall ein Erlebnis das zum australischen „easy going“ passt und sich somit auch lohnt.

 

30.3.2012

Rückflug mit Cathay Pacific. Diesmal ist der Service besser, und nur die deutsche Bahn begrüßt uns mit Unpünktlichkeit, der Anschlusszug in Mann heim ist weg. Es ist ein kalter, wolkenverhangener Morgen und wir wünschen uns wieder zurück ins sonnige 37°C warme Cairns, das wir Stunden zuvor verliessen.

Aber nur 45 min später sitzen wir dann endgültig Richtung Heimat.

 

 

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