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Zehn Tage NEW YORK – Wanderstiefel, Ballerinas und Bikini im Gepäck

Reisebericht von Ulrike Tafreshian Juli 2017

Der Himmel ist erstaunlich blau für eine Millionenstadt mit gigantischen Hochhäusern und gefühltem Dauerstau. Zwischen den Häusern ist es schwül, der Schweiss läuft mir den Rücken hinunter, es ist Ende Juni.

 

 Ich gehe zu Oslo oder Java girl, Kaffeeröstereien in upper east side Manhattan, kaufe mir einen großen Cappuccino und gehe weiter zum Central Park, wo ich mich zu den Klängen eines Strassenmusikers unter einen schattigen Baum setze. Hier weht eine kühle Brise. Zwischen Büschen und Bäumen sitzt eine Gruppe mit ihrer Staffelei und übt sich in Naturmalerei, Wasser blitzt zwischen Felsen und Wiesen auf. Dazwischen flanieren Hundebesitzer oder ~sitter mit riesigen Doggen oder Handtaschenhündchen, während sich auf dem westdrive die ersten Touristen mit ihren Leihfahrrädern abmühen, die Jogger nicht umzufahren.

 

Hier sitze ich nun mitten in Manhattan, das nur an der Skyline, die am Rande des riesigen Parks die Orientierung liefert, zu erahnen ist.

Den Park der Länge nach zu durchqueren werde ich über 2 Stunden brauchen um dann in Harlem zu landen.

 

Nach wenigen Schritten gehöre ich zur weissen Minderheit; wie auch am nächsten Tag am Orchard beach (Bronx), wofür der Bikini im Gepäck war.  In Harlem werden wir am Abend ins Silvana gehen und israelische Küche geniessen. Danach geht es dort in den Keller hinunter, wo verschiedene Jazzbands erlebt werden können.

 

Ein anderes Highlight für mich ist anlässlich einer Geburtstagsfeier der Besuch des Dizzi-Jazzclub Coca cola am Columbus Circle, deshalb Ballerinas und Rock. Hier wird Eintritt verlangt, dafür gibt es erstklassige Musik mit der Manhattan skyline als Hintergrund.

 

Die anderen Tage lasse ich mich durch die Strassen der upper east side treiben, bestaune in der Madison Ave die Auslagen der Boutiquen und die durchgestylten Besucherinnen mit jugendlicher Figur in sehr aufrechter Haltung und einem oft maskenhaften Gesicht, dem dennoch das Alter anzusehen ist. Oder ich spaziere durch den Broadway zur west side,  wo mir viele Familien begegnen.

 

Weiter im Süden ist dann die wunderbare High line, eine ehemalige Güterzugtrasse, die zu einer grünen Oase über den Strassen umgestaltet wurde.

Nun aber doch auch touristisch besuche ich das Museum of modern art – kurz moma, in dem mich vor allem die Robert Rauschenberg-Ausstellung (noch bis September 2017) sehr begeistert. Hier unterhalte ich mich mit einer Besucherin, offensichtlich New yorkerin – ich habe Mühe ihren schnellen Ausführungen zu folgen -, die mir unter anderem erzählt, das die Museen, allen voran das Metropolitan museum in New york finanziell ums Überleben kämpfen müssen, da es 15 Mio$ in den Sand gesetzt hat.

 

Also schaue ich mir am nächsten Tag das „Met“ an. Es empfiehlt sich, direkt um 10 Uhr zur Öffnung da zu sein, um sich in Ruhe umschauen zu können.

Hier gibt es zu der großen Anzahl an Dauerexponaten auch viele wechselnde Ausstellungen, wie zB die von Rei Kawakubo, einem japanischer Fashiondesigner mit ungewöhnlichen Kombinationen und faszinierenden Materialien (bis Sept. 2017) oder die Fotoausstellung von Irving Penn (bis Juli 2017), der mit seiner Kamera einen kleinen Blick in die Seele der Menschen einfangen konnte.

 

Abends haben wir – erstaunlich für USA - immer sehr lecker und bezahlbar gegessen. Mal koreanisch bei „her name is han“, thailändisch in “up thai”, mal chinesisch bei xi´an famous foods oder auch sehr lecker südindisch bei Aranandbhawan. Europäisches Brot und Frühstück gibt es bei verschiedenen französischen Bäckern (zB le pain quotidien oder maison kayser).

 

Am Samstag steigen wir an der Central station in den Zug nach Norden, der ca 90 min am Hudson River entlang fährt, um uns dann auf freier Strecke auf einen provisorischen Holzbahnsteig aussteigen zu lassen. Von hier aus geht es zur Strasse, wo uns ein Dixiklo und Scouts erwarten, die uns eine Karte mit den empfohlenen Markierungen überreicht. Wir wollen den break neck ridge trail wandern, dafür habe ich die Wanderschuhe mitgebracht.

 

Als wir nach wenigen Schritten vor der Felswand stehen, die es jetzt zu besteigen gilt, weiss ich, warum Wanderschuhe empfohlen werden! Es macht uns dennoch Spass, uns die Felsen hochzukämpfen, auch wenn wir Hände und Füße dafür einsetzen müssen und uns allen bald der Schweiss von der Stirn tropft.

 

Oben werden wir mit einer grandiosen Aussicht über die Wälder und den Hudson River bis zu den Bergen belohnt. Doch nun geht es weiter, wir haben noch 2 Kletterpartien vor uns, bevor wir dann gemütlich durch den Wald wieder bergab dürfen. Hier entdecken wir noch eine alte Millionärsruine nebst Stallungen und Dienstbotenhaus. Wir wollen endlich rasten und die an der Central station gekauften Bagels essen. Wir geniessen die Natur und das Essen, als wir bemerken, wie es plötzlich dunkel wird. Schnell packen wir alles in unsere Rucksäcke und daregnet es auch schon auch, als ob jemand die Schleusen geöffnet hätte. Innerhalb von Minuten steht uns das Wasser in den Schuhen.

Bis wir die Strasse erreichen, hat es aufgehört zu regnen und wir suchen tropfnass den Überweg über die Gleise zum provisorischen Holzbahnsteig auf der anderen Seite. Hier setzen wir uns nach 3,5 h Wanderung in die Sonne bis laut pfeifend der Zug angefahren kommt und uns wieder zurück nach Manhattan bringt.

 

Den Sonntag beginnen wir gemütlich mit einem Frühstück bei „Peter Pans doghnut and pastry shop“ in Brooklyn. Der Charme der 70iger Jahre erwartet uns, hier ist die Zeit stehen geblieben und bei Kaffee und Apfel-Zimt-Crumble-doughnut die Welt noch in Ordnung. Danach bummeln wir durch die Läden in Williamsburgh, einer bunten Ansammlung von kleinen Kreativläden, second hand Boutiquen und individueller Mode. In den Parks treffen sich die Leute zum picnic oder football, joggen oder einfach die Sonne geniessen.

 

Dumbo (down under the manhattan bridge overpass) ist weiter im Süden, hat auch den Charme Brooklyns mit den kleinen Passagen voller individueller Läden, ist aber sehr touristisch.

 

Mein Rückflug ist am 4. Juli. Wir sind zum letzten Mal im Central Park, diesmal mit vielen anderen, die amerikanischer Tradition folgen und picknicken oder grillen. Vom Gate aus habe ich wunderbarer Weise einen Blick auf Manhattan, das vom großen Unabhängigkeits-Feuerwerk auf den Brücken erhellt wird.

 

 

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